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Alt 11.12.2016, 16:39   #1
Nimm_Dir_Zeit

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Name: Armin
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Standard Idee zur Straßenpatenschaft

Auf manchen Straßen kommt es im Winter selten, aber dafür zu extremer Glätte mit entsprechender Unfallhäufigkeit.

Auf ehrenamtlicher Basis könnten Bürger, die standardmäßig täglich diesen Streckenabschnitt nachts oder in den frühen Morgenstunden auf dem Arbeits- oder Nachhauseweg befahren, die Patenschaft für diese glatteisgefährdete Straße übernehmen. Optimal wären hierzu Klappschilder, die bei Bedarf aufgeklappt werden und am nächsten Tag oder abends, wenn die Gefahr nicht mehr besteht wieder zugeklappt werden.
Durch eine besondere Farbgebung (GELB statt WEISS) fallen diese Schilder besonders auf.

Bei einer "Standardbeschilderung" im Winter, die in der kalten Jahreszeit immer erkennbar ist, kommt es zu einem Gewöhnungseffekt und letztlich nicht zur effektiven Senkung der Unfallgefahr auf diesem Streckenabschnitt.


So ein Schild gibt selbstverständlich keinerlei Garantie, dass sich ohne Schild hier nicht ggf. doch Glatteis gebildet hat. Die aktiven Bürger in dieser Patenschaft sind nicht haftbar, falls Glatteis herrscht und kein Hinweis bestand.
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Alt 11.12.2016, 17:19   #2
Flo

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Name: Florian
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Beiträge: 281
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Nix für ungut. Aber ich bin der Meinung, dass das eine etwas übereifrige Idee ist. Der Bürger ist (mal mit Ausnahme des Gehwegs vor seinem Haus, bei dem regelmäßig die Streu- und Räumpflicht auf ihn umgelegt ist) einfach nicht der richtige Verantwortliche für derlei Geschichten.

Im Endeffekt hat auf öffentlichen Straßen auch der öffentliche Winterdienst für das Räumen und Streuen zu sorgen. Im Übrigen hat jeder den Verhältnissen angemessen zu fahren - soll heißen, dass man per se im Winter bei entsprechenden Temperaturen mit glatten Straßen rechnen und die Augen öffnen soll.

Man muss nicht vor allen möglichen Dingen mit Schildern warnen, wo der gesunde Menschenverstand ausreicht. Weniger Schilder an öffentlichen Straßen sind übrigens auch etwas, was im Sinne der Verkehrssicherheit gewollt ist.
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Alt 11.12.2016, 17:44   #3
Pepperpot

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Ich bin ebenso der Meinung, dass es nicht die bürgerliche Pflicht ist, "Sicherungs- und Erhaltungsmßnahmen" im allgemeinen Straßennetz durchzuführen, und es zudem ohnehin tendenziell viel zu viele Schilder gibt, die irgendwo vor irgendetwas warnen, über eine Sache informieren, auf einen Umstand hinweisen, was auch immer sollen.

Das Problem liegt eher ursächlich in einer nicht wiederkehrenden Überprüfung allgemeiner Umstände zur Tauglichkeit als Kfz-Lenker. Kein Pilot könnte ohne regelmäßige Überprüfung seiner Kenntnisse eine Maschine pilotieren. Aber hinters Steuer eines Kraftfahrzeugs kommt man nach vergleichsweise geringem, und noch dazu einmaligem, Aufwand recht mühelos. Das bringt es mit sich, dass sich viele Menschen der Verantwortung, die sie im Straßenverkehr zu tragen haben, überhaupt nicht bewusst sind.

Jetzt ist mir natürlich klar, dass es logistisch unmöglich ist, Führerscheinbesitzer alle zwei Jahre zur "Requalifizierung" zu holen. Aber es würde wahrscheinlich helfen, bei gewissen Delikten angemessenere Sanktionen zu verhängen. Eine einfache Geldstrafe ist sicherlich nicht das, was automatisch zur Verhaltensänderung (im positiven Sinn) beiträgt. Zudem sollte es attraktive Anreize für Personen geben, die regelmäßig Fahrtechniktrainings absolvieren - denn das ist mitunter eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Unfallvermeidung.

Dann braucht es weniger Klapp-, Leucht- und Blinkschilder. Die sollten für jene Situationen reserviert bleiben, in denen man mit einer bestimmten Gefahr weitaus weniger zu rechnen hat als mit der Tatsache, dass es zu gewissen Jahreszeiten nun einmal jederzeit zu schwierigeren Fahrbahnbedingungen kommen kann.

Geändert von Pepperpot (11.12.2016 um 17:47 Uhr).
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Alt 11.12.2016, 18:43   #4
kapo

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In CH und BaWü gibt es an Glatteisschwerpunkten wie Brücken und Rampen oft solche aufgestellten "Streugutbehälter"
mit Streusalz und / oder Split für das in Eigeninitative auf die Strasse aufbringen.

Vielleicht gibt es die auch in anderen (Bundes) Ländern ?

Ich habe schon häufig im Winter in unsrer Strasse an einer vereisten Verzweigung die Gefahr mit ein paar Schaufeln Split beseitigt

Da könnte ich mir eine "Patenschaft" vorstellen.

In Deutschland stellt sich dann aber sicher die Frage, ob man als Pate haftbar wird, wenn dennoch ein Unfall wegen Glätte passiert.




Wer hat`s erfunden ?
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Alt 12.12.2016, 07:09   #5
Nimm_Dir_Zeit

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Streugut vor Ort ist sicher die beste Variante, um die Gefahr zu reduzieren oder ganz zu beseitigen. Die Gefahr zu beseitigen ist besser als zu Warnen, aber...

Bei der Straße "vor meiner Haustüre" z.B. handelt es sich um eine Landstraße ohne Tempolimit und die Strecke der Vereisung war in den letzten Jahren ca. 300...400m lang. >>>Schlittschuhgeeignet!

Als Fußgänger abzustreuen ist dabei mit Eimer oder Schaufel nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern durch den fließenden Verkehr auch extrem gefährlich.

Andere umliegende Straßen waren an diesen Tagen normal befahrbar.




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Geändert von Nimm_Dir_Zeit (12.12.2016 um 07:20 Uhr).
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Alt 13.12.2016, 23:32   #6
Peter

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Zitat:
Zitat von Nimm_Dir_Zeit Beitrag anzeigen
Auf ehrenamtlicher Basis könnten Bürger, die standardmäßig täglich diesen Streckenabschnitt nachts oder in den frühen Morgenstunden auf dem Arbeits- oder Nachhauseweg befahren, die Patenschaft für diese glatteisgefährdete Straße übernehmen. Optimal wären hierzu Klappschilder, die bei Bedarf aufgeklappt werden und am nächsten Tag oder abends, wenn die Gefahr nicht mehr besteht wieder zugeklappt werden.
Durch eine besondere Farbgebung (GELB statt WEISS) fallen diese Schilder besonders auf.
Hallo Armin!
Eine kurze Frage zum Ablauf:
Pate A fährt morgens um 6 (stockdunkel) zur Arbeit und bemerkt beim Befahren des sagen wir mal 1km langen Teilstücks, dass es stellenweise noch glatt ist. Also wendet er auf der Strasse, fährt zurück, wendet abermals auf der Strasse, stellt sein Auto kurz ab und klappt das Schild auf. Dann befährt er erneut das Teilstück, hält am anderen Ende erneut an, überquert dabei die dunkle Strasse und klappt das Gegenstück des Schildes auf. Dann fährt er weiter zur Arbeit. Um 9 Uhr ist die Strasse inzwischen gestreut und die Temperaturen sind wieder leicht im Plus. Das Glatteis ist weg. Pate A kommt aber erst um 17:30 Uhr wieder zurück von der Arbeit.
In der Zeit hat das Schild dann 3 Stunden lang die Autofahrer zu recht gewarnt, während es die restlichen 8,5 Stunden Glatteis anzeigte, wo keines mehr war. Alle Kraftfahrer, die in diesen 8,5 Stunden das Teilstück befahren haben, werden sich bei den ersten malen wundern, warum das Schild dort angezeigt wird, obwohl kein Glatteis vorhanden ist. Dies tun sie am ersten, zweiten und dritten Tag, an dem sie daran vorbeifahren. Am vierten Tag nehmen sie das Schild schon gar nicht mehr wahr.
Pate A klappt dieses Schild im Winter also jeden morgen brav auf und Abends wieder ein. Bis zu jenem Tag als er morgens beim überqueren der Strasse am Ende des Teilstücks trotz Warnweste von einem Paketwagen erfasst wird, als der Fahrer einen kurzen Blick auf den heutigen Tourplan warf...

Sorry für die Schwarzmalerei aber manche Dinge erzeugen meiner Meinung nach mehr Gefahr als sie am Ende nutzen.




˙˙˙uǝɟnɐʞ ʎɐqƎ ıǝq ɹnʇɐʇsɐʇ ǝuıǝ ɹǝpǝıʍ ǝıu ǝpɹǝʍ ɥɔI
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Alt 14.12.2016, 12:01   #7
big daddy

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Zitat:
Zitat von Peter Beitrag anzeigen

Sorry für die Schwarzmalerei aber manche Dinge erzeugen meiner Meinung nach mehr Gefahr als sie am Ende nutzen.
Die Arbeit ist was für Rentner die Zeit haben und eh immer Verkehrserziehung spielen wollen.




Gruß, Frederick Feuerwehrler a.D.
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Alt 14.12.2016, 19:58   #8
Nimm_Dir_Zeit

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.http://unfallbrennpunkt.de/teufelskreis.html

Ich möchte niemanden verändern und hier hat jeder seinen persönlichen "Tick".
Das ist o.k.




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Alt 24.12.2016, 19:34   #9
Andi-Hamburg

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Beiträge: 2.520
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Warum bekommt nicht Pate A einen Streuwagen im Winter? So kann er auf dem Weg zur Arbeit gleich noch die Straße streuen, wenn denn nötig.




*Dies ist meine persönliche Meinung und steht in keinem Bezug zu meinem Arbeitgeber!

*Ich leb in meiner eigenen Welt. Das ist OK, man kennt mich dort.
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